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TU Berlin

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TUB Teaching 2.0

Lupe

Innovativer Einstieg, Professions- und Forschungsorientierung im berufsbezogenen Lehramtsstudium

TUB Teaching 2.0 schließt an die Erfolge der ersten Förderphase an, indem weiterhin die zwei Oberthemen Gewinnung und Professionalisierung von Lehramtsstudierenden adressiert werden. Der zweisäulige Projektaufbau aus Förderphase 1 wird beibehalten (Abb. 1). 

In Säule 1 liegt der Arbeitsschwerpunkt auf der passgenauen Gewinnung heterogener Lehramtsstudierender, um dem bundesweit vorliegenden Mangel an gut ausgebildeten Lehrkräften, besonders im Bereich der Beruflichen Bildung und technischen Fächer, entgegenzuwir-en. Hierzu werden geeignete, erfolgreiche Maßnahmen aus der ersten Förderphase ausgebaut. Dazu gehören (vgl. 2. Zwischenbericht vom 26.04.2018) Masterstudiengänge als Quereinstieg sowie die Fortsetzung der Informationsformate. Ergänzend wird ein lehramtsspezifisches Projektmodul im TU Berlin-Orientierungsstudium „MINTgrün“ integriert. Der Auf- und Ausbau von Kooperationen auf (inter)nationaler Ebene steigert die Attraktivität der Lehramtsstudiengänge indem Mobilität, Interkulturalität und inhaltliche Diversität erleichtert werden.

In Säule 2 steht die Professionalisierung von zukünftigen Lehrer*innen im Vordergrund, vor allem auf dem Kompetenzaufbau im Bereich heterogenitätssensibler Aufgaben, die bei der Gestaltung kompetenzorientierten Unterrichts eine „Schlüsselfunktion“ (MÜLLER et al. 2013: 130) besitzen. Aufgaben und Arbeitsaufträge mit diagnostischem Potenzial passgenau auszuwählen und zu formulieren, ist eine große Herausforderung an das fachdidaktische Können von Lehrpersonen (BAUMERT & KUNTER 2006: 489). Der Fokus wird auf dem „Aufgabendesign“ im Sinne der Analyse und Entwicklung praxisorientierter, differenzierter Lern- und Leistungsaufgaben als Basis adaptiven Unterrichts liegen und um aktuelle Querschnittsthemen (Inklusion, Diagnostik, Sprachbildung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung) erweitert. Wurde in der ersten Förderphase in Lehr-Lern-Laboren (LLL) der praktische Bezug zur Schule und zum Unterrichten ausgebaut, werden in der zweiten Förderphase sogenannte Kooperations-Labore (Ko-Labs) für jede berufliche Fachrichtung und die Arbeitslehre etabliert. Die Ko-Labs tragen dem Umstand Rechnung, dass in der Arbeitslehre und den beruflichen Fächern ein zweiter Praxisbezug, nämlich zu den Berufsfeldern und der Berufswelt besteht. Die Studierenden er- und überarbeiten in den Ko-Labs in einem mehrschrittigen Design-Prozess mit unterschiedlichen Partner*innen differenzierte, handlungs- und kompetenzorientierte Lernaufgaben. Zunächst erfolgt ein Austausch mit Betrieben über Arbeitsaufgaben und -prozesse. Die im Anschluss daran konzipierten Aufgabenentwürfe werden unter Berücksichtigung der o.g. Querschnittsthemen optimiert und angereichert, und abschließend von den Praktiker*innen evaluiert. Ziel ist es, lernortübergreifende Lehr-Lern-Arrangements zu schaffen, in denen die Studierenden durch die Zusammenarbeit mit Praxisakteuren berufliche und lebensweltlich orientierte Prozesse für Schüler*innen erfahrungsbasiert didaktisch für Unterrichtsaufgaben aufbereiten. Diese neuartige, setting-übergreifende Kooperation löst das in der Lehrkräftebildung vielfach bestehende Spannungsverhältnis zwischen fachakademischer Ausbildung und spezifischen professionsorientierten Angeboten auf und verbindet Theorie und die beiden Arten von Praxis (Schule und Beruf) bestmöglich. Zur Fortentwicklung sowie Verzahnung der Fachlichkeit, Didaktik und Bildungswissenschaften sowie zur Verbesserung des Umganges mit Heterogenität werden die Querschnittsthemen in den Ko-Labs verankert, indem entsprechende Expert*innen in das Aufgabendesign einbezogen werden. Die Wirksamkeit der Maßnahmen (Ko-Lab, klassische universitäre Lehre) zur Kompetenzsteigerung bei der Aufgabenentwicklung der Studierenden wird empirisch untersucht und so die evidenzbasierte Qualitätssicherung innerhalb der praxisorientierten Lehrkräftebildung gestärkt. Die erarbeiteten Aufgaben werden in einer öffentlich zugänglichen Aufgabendatenbank verfügbar gemacht.  

Projektlaufzeit: 07/2019 - 12/2023

Förderkennzeichen: 01JA1928

Fördergeber: gefördert vom BMBF

Projekt-Homepage beim BMBF: www.qualitaetsoffensive-lehrerbildung.de/de/projekte-57.php

Projektkoordination:

Dr. Katrin Schaar / Prof. Nina Langen
Fachgebiet Bildung für Nachhaltige Ernährung und Lebensmittelwissenschaft der TU Berlin Link

Kontakt: tubteaching[at]tu-berlin.de

 

Projektpartner*innen (in alphabetischer Reihenfolge):

Prof. Silke Bartsch
Fachgebiet Fachdidaktik Arbeitslehre

Prof. Hans-Liudger Dienel
Fachgebiet Arbeitslehre / Technik und Partizipation

Prof. Susann Fegter / Dr. Karen Geipel
Fachgebiet Allgemeine und historische Erziehungswissenschaft

Prof. Angela Ittel / Prof. Jan Pfetsch / Alexander Wedel
Fachgebiet Pädagogische Psychologie

Prof. Dr. Torben Karges / Manuela Weber
Fachgebiet Fachdidaktik Elektro-, Fahrzeug-, Informations-, Medien- und Metalltechnik

Dr. Simone Knab
Fachgebiet Fachdidaktik Arbeitslehre

Prof. Johannes Meyser / Edda Dilger
Fachgebiet Fachdidaktik Bautechnik und Landschaftsgestaltung

Dr. Diemut Ophardt / Andrea Ammelburg
School of Education (SETUB)

 

 

Quellen:

BAUMERT, J. & KUNTER, M., 2006: Stichwort. Professionelle Kompetenz von Lehrkräften. ZfE 9 (4): 469–520. 

MÜLLER, K., GARTMEIER, M. & PRENZEL, M., 2013: Kompetenzorientierter Unterricht im Kontext nationaler Bildungsstandards. Bildung und Erziehung 66 (2). 

Zusatzinformationen / Extras

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